Opferrechte – nach Mitgliedstaat

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Das Generalsekretariat für die Gleichstellung der Geschlechter ist dem Innenministerium unterstellt und betreibt Beratungsstellen für Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind.

Dafür hat das Generalsekretariat ein integriertes Netz mit 62 Einrichtungen geschaffen.

Das Netz betreibt eine rund um die Uhr erreichbare telefonische Beratungsstelle (SOS 15900) sowie 40 Beratungszentren und 21 Unterkünfte für Frauen und ihre Kinder.

Die „SOS 15900“-Beratungsstelle kann auch unter der E-Mail-Adresse sos15900@isotita.gr kontaktiert werden. Sie ist an rund um die Uhr erreichbar und bietet Beratung in griechischer und englischer Sprache. Die Telefongebühren entsprechen den Gebühren für Inlandsgespräche.

Die Beratungsstellen bieten kostenfreie psychologische Hilfe und Rechtsberatung an. Das Leistungsspektrum wird gegenwärtig um den Bereich Beschäftigung von Frauen und die Beratung für Frauen erweitert, die Opfer unterschiedlichster Formen von Diskriminierung geworden sind (Unterstützung von Flüchtlingen, Alleinerziehenden, Mitgliedern der Gemeinschaft der Roma usw.). Kontaktdaten der Beratungsstellen sind verfügbar auf http://www.womensos.gr/ sowie auf Facebook unter WomenSOS.gr.

KONTAKTDATEN:

Website des Generalsekretariats für die Gleichstellung der Geschlechter (General Secretariat for Gender Equality): http://www.isotita.gr/

Forschungsstelle für Gleichstellungsfragen („KETHI“)

Die Forschungsstelle für Gleichstellungsfragen bietet Opfern häuslicher Gewalt psychologische Hilfe und Rechtsberatung an und betreibt eine Unterkunft, in der Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind, mit ihren Kindern Zuflucht finden.

Die Forschungsstelle für Gleichstellungsfragen

  • ist eine 1994 geschaffene privatrechtliche Einrichtung, die der Aufsicht des Generalsekretariats für die Gleichstellung der Geschlechter untersteht;
  • umfasst regionale und lokale Dienststellen, bei denen Opfer häuslicher Gewalt psychologische Hilfe und Rechtsberatung erhalten;
  • bietet kostenfrei psychologische Hilfe und Rechtsberatung;
  • bietet Informationen, Beratung und Unterstützung für Frauen in schwieriger beruflicher Lage und Frauen, die von sozialer Ausgrenzung betroffen sind;
  • betreibt seit 1993 in Zusammenarbeit mit der Präfektur Athen eine Unterkunft, in der Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind, mit ihren Kindern Zuflucht finden.
  • KONTAKTDATEN:

Website: https://kethi.gr/

Nationales Zentrum für soziale Solidarität

Das nationale Zentrum für soziale Solidarität betreibt ein Netz, das soziale Unterstützungsleistungen für Einzelpersonen, Familien und Gesellschaftsgruppen bietet, die mit psychosozialen Problemen konfrontiert sind oder soziale Soforthilfe benötigen.

Das nationale Zentrum für soziale Solidarität

  • ist eine privatrechtliche Einrichtung mit Sitz in Athen, die dem Ministerium für Arbeit, soziale Sicherheit und soziale Solidarität untersteht.
  • Das nationale Zentrum bietet folgende Leistungen:
  • die Direktdurchwahl 197 der Sozialhilfe, die für alle Bürger rund um die Uhr gebührenfrei erreichbar ist;
  • die nationale Kinderschutz-Rufnummer 1107, unter der rund um die Uhr Fragen zu Kindern entgegengenommen werden;
  • Sozialhilfezentren in Athen, Piräus und Thessaloniki
  • Unterkünfte für Bürger mit schwerwiegenden sozioökonomischen Problemen in der Region Attika;
  • Unterkünfte für gefährdete Frauen und ihre Kinder in Attika und Thessaloniki.
  • Zu den angebotenen Leistungen gehören:
  • Beratung und Auskunft in Sozialhilfefragen;
  • soziale und psychologische Hilfe für Einzelpersonen und Familien, Unterkünfte für gefährdete Frauen und ihre Kinder (hauptsächlich für Opfer von häuslicher Gewalt und Menschenhandel);
  • kurzfristige Unterbringung von Menschen, die sich in einer Krisensituation oder sozialen Notlage befinden;
  • Zusammenarbeit und Mediation zur Erleichterung des Zugangs zu Angeboten anderer Organisationen im Bereich der sozialen Solidarität.
  • Schließlich entsendet das Zentrum vornehmlich psychosoziale Soforteinsatzteams mit Psychologen und Sozialarbeitern, die bei Naturkatastrophen (Erdbeben, Überschwemmung, Brand), Unfällen, Schiffbruch mit hoher Opferzahl sowie in anderen Krisensituationen mit sehr vielen Betroffenen Hilfe leisten und bei denen die Anwesenheit solcher Teams für notwendig erachtet wird.

KONTAKTDATEN:

Website: http://www.ekka.org.gr/

Medizinisches Rehabilitationszentrum für Folteropfer

Im medizinischen Rehabilitationszentrum werden Menschen, die gefoltert wurden, und ihre Familien zur Rehabilitation aufgenommen. Dieses Zentrum bietet medizinischen Fachkräften aus dem In- und Ausland Schulungen zur Untersuchung und Behandlung von Folteropfern an, führt wissenschaftliche Untersuchungen durch und bietet Anreize für die Erforschung von Folter und ihren Auswirkungen.

Das medizinische Rehabilitationszentrum für Folteropfer

  • nimmt Menschen, die gefoltert wurden, und ihre Familien zur Rehabilitation auf;
  • bietet medizinischen Fachkräften aus Griechenland und dem Ausland Schulungen zur Untersuchung und Behandlung von Folteropfern an;
  • leistet einen Beitrag zur Verbreitung von Wissen über Folter, ihre verschiedenen Formen sowie über Möglichkeiten der Rehabilitation von Folteropfern;
  • führt wissenschaftliche Untersuchungen durch und bietet Anreize für die Erforschung von Folter und ihren Auswirkungen;
  • betreibt und entwickelt ein Informations-/Dokumentationszentrum;
  • trägt durch die Umsetzung dieser Ziele zur Verhütung von Folter bei.

KONTAKTDATEN:

Website: http://www.mrct.org/

Forschungs- und Unterstützungszentrum für Opfer von Misshandlung und sozialer Ausgrenzung

Das Forschungs- und Unterstützungszentrum für Opfer von Misshandlung und sozialer Ausgrenzung bietet medizinische, psychologische, soziale und rechtliche Beratung für Opfer von Folter und organisierter Gewalt, Misshandlung und sozialer Ausgrenzung.

Das Forschungs- und Unterstützungszentrum für Opfer von Misshandlung und sozialer Ausgrenzung

  • ist eine gemeinnützige Organisation des privaten Rechts;
  • bietet medizinische, psychologische, soziale und rechtliche Unterstützung für Opfer von Folter und organisierter Gewalt, Misshandlung und sozialer Ausgrenzung;
  • macht auf Menschenrechtsprobleme aufmerksam, verbreitet Wissen über konkrete Fälle von Gewalt und sozialer Ausgrenzung und klärt über Methoden zur Bekämpfung dieser Erscheinungen in Griechenland und im Ausland auf;
  • bietet humanitäre Hilfe für soziale Gruppen, die in Griechenland und im Ausland Opfer von organisierter Gewalt, Folter, Misshandlung und sozialer Ausgrenzung geworden sind;
  • führt wissenschaftliche Untersuchungen über Gewalt und Folter, Misshandlung und soziale Ausgrenzung durch;
  • leistet einen Beitrag zur Verhütung von Folter, Misshandlung und sozialer Ausgrenzung.


KONTAKTDATEN:

Website: http://www.cvme.gr/

Griechischer Flüchtlingsrat

Der griechische Flüchtlingsrat ist eine nichtstaatliche Organisation, die Flüchtlinge und Asylsuchende in Griechenland durch zahlreiche psychosoziale und rechtliche Leistungen unterstützt.

Der griechische Flüchtlingsrat

  • ist eine nichtstaatliche Organisation, die 1989 zur Unterstützung von Flüchtlingen und Asylsuchenden in Griechenland gegründet wurde;
  • hilft Flüchtlingen durch zahlreiche psychosoziale und rechtliche Leistungen, damit sie sich leicht in Griechenland integrieren können;
  • ist die einzige nichtstaatliche gemeinnützige griechische Organisation, die sich ausschließlich um Menschen kümmert, die in Griechenland Asyl beantragen möchten und als Flüchtlinge anerkannt sind;
  • ist beim Außenministerium und beim Ministerium für Gesundheit und soziale Solidarität als besondere Wohltätigkeitsorganisation registriert;
  • ist eine von sechs nichtstaatlichen Organisationen, die sich für den Schutz der Menschenrechte in Griechenland einsetzen, und Mitglied der Nationalen Kommission für Menschenrechte;
  • ist ein Durchführungspartner des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge und Mitglied des Europäischen Rats für Flüchtlinge und im Exil lebende Personen.

KONTAKTDATEN:

Website: http://www.gcr.gr/

Griechischer Helsinki-Monitor

Der griechische Helsinki-Monitor überwacht Menschenrechtsfragen in Griechenland, veröffentlicht Artikel und leistet Lobbyarbeit zu diesem Thema.

Der griechische Helsinki-Monitor

  • wurde 1992 gegründet;
  • ist das griechische Mitglied der Internationalen Helsinki-Föderation für Menschenrechte;
  • überwacht Menschenrechtsfragen in Griechenland sowie gelegentlich auch in den Balkanländern, veröffentlicht Artikel und leistet Lobbyarbeit zu diesem Thema;
  • wirkt an der Überwachung der Medien in Griechenland und den Balkanstaaten im Hinblick auf Stereotype und Hetze mit und koordiniert diese regelmäßig; hat ausführliche Jahresberichte, parallele/inoffizielle Berichte für Vertragsorgane der Vereinten Nationen sowie Fachberichte über Misshandlung und über ethnische, ethnisch-sprachliche, religiöse und Zuwanderergemeinschaften erstellt.

KONTAKTDATEN:

Website: https://greekhelsinki.wordpress.com/

Amnesty International, griechische Sektion

Amnesty International richtet sich an staatliche, zwischenstaatliche und nichtstaatliche Akteure, Unternehmen und bewaffnete politische Gruppen. Die Organisation untersucht Einzelfälle und Formen von Menschenrechtsverstößen systematisch und unparteiisch.

Amnesty International

  • ist eine weltweit tätige, unabhängige Bewegung, in der Freiwillige für den Schutz der Menschenrechte kämpfen;
  • verteidigt die aus Gesinnungsgründen Inhaftierte sowie Opfer von Gewalt und Armut;
  • tritt für ein Ende der Gewalt gegen Frauen ein;
  • setzt sich für die Abschaffung der Todesstrafe, von Folter und Freiheitsbeschränkungen ein, die im Namen des „Krieges gegen den Terror“ verhängt werden;
  • bekämpft die Diskriminierung von Flüchtlingen, Zuwanderern, Minderheiten und Menschenrechtsverteidigern.

KONTAKTDATEN:

Website: http://www.amnesty.org.gr/

Letzte Aktualisierung: 24/06/2019

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